Feb 21

Die erste Deutsche Publishing-Konferenz startet Ende April in München. Ich werde den Vortrag InDesign Scripting Einführung halten. Mein Beitrag wird einen Schnelleinstieg ohne großes Theorie Brimborium bieten – aus der Praxis für Praktiker.

Das restliche Programm liest sich extrem spannend. Ganz besonders freue ich mich auf den Beitrag Scripting für Fortgeschrittene von Gerald Singelmann.


Jan 29

Generell ist es kein großes Problem, Skripte für vorhergehende Versionen in InDesign zum laufen zu kriegen. Auch wenn sich gerne einige Details im Document Object Model verändern, bringt jede neue InDesign Version einen abwärtskompatiblen Interpreter mit.
Entweder man stellt die Eigenschaft app.scriptPreferences.version = "#.0" am Anfang des Skripte auf die passende Version, oder verwendet eine target-Direktive #target "InDesign-#.0". Wer das ESTK nicht öffnen will verschiebt das Skript einfach in einen Ordner mit der Namenskonvention Version #.0 Scripts.

Bei den Versionen kann man nur noch über die nicht direkt intuitiven Versionsnummern stolpern – die sich aus dem Versionssprung InDesign 2.0 auf InDesign CS erklären.

Skript für … Ordner app.scriptPreferences.version #target
InDesign 2.0 Version 2.0 Scripts 2.0 “InDesign-2.0″
InDesign CS Version 3.0 Scripts 3.0 “InDesign 3.0″
InDesign CS2 Version 4.0 Scripts 4.0 “InDesign-4.0″
InDesign CS3 Version 5.0 Scripts 5.0 “InDesign 5.0″
InDesign CS4 Version 6.0 Scripts 6.0 “InDesign-6.0
InDesign CS5 Version 7.0 Scripts 7.0 “InDesign 7.0″
InDesign CS5.5 Version 7.5 Scripts 7.5 “InDesign-7.5

Wer lieber eine Benutzeroberfläche haben möchte, kann sich auch das Skript Make it Run von Martinho da Gloria herunterladen. Ich denke das folgende Bild erklärt es ganz gut.

Ich hoffe damit hat sich die ein oder andere Support-Anfrage erledigt :-/


Jan 15

Beim EPUB- bzw. HTML-Export (Seit CS5.5 Datei → Export) stellt sich oft die Frage, welche Seitenobjekte und welche Formateinstellungen wie exportiert werden. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Umsetzung in HTML-Elemente bzw. CSS-Regeln. Auffallend ist, dass der HTML und EPUB-Export manchmal zu verschiedenen Ergebnissen führen. Ich vermute, dass es noch weitere Unstimmigkeiten gibt – prinzipiell sollte meiner Ansicht das gleiche Ergebnis generiert werden. Einen entsprechenden Bug-Report habe ich bei Adobe eingereicht.

In den grau hinterlegten Zeilen finden Sie Seitenobjekte/Absätze bzw. Tabellen und deren xhtml-Umsetzung. InDesign schreibt übrigens xhtml mit ein paar HTML5 Einsprengseln – aber eigentlich kein HTML wie man anhand dem Namen der Funktion vermuten würde. In den weißen Zellen folgen dann immer die CSS-Eigenschaften für das vorhergehende Element.

Alternativ kann man sich auch die inhaltlich gleiche PDF Aufbereitung herunterladen und ausdrucken.

Ergänzungen und Korrekturen sind willkommen! Hinterlassen Sie einen Kommentar oder schicken Sie mir eine Mail!

Objekt/
InDesign-Eigenschaft
Element/
CSS-Deklarationen
Anmerkung
Dokument <body>
<div id="DokumentName.html">
</div>
</body>
Ggf. Sprachattribut
xml:lang="en-US"
Ränder HTML:
body { margin: 0.5em; }
EPUB:
@page { margin : 0.5em; }
Einstellung im Export-Dialog
Gruppen <div class="ObjectStyle"></div> Bei Gruppen ohne Objektformat class="group"
Rahmen von Bildern <div class="ObjectStyle"></div>
Bilder <img class="ObjectStyle"
width="#" height="#"
alt="file.jpg"
src="images/file.jpeg"/>
Format wie in Objekt­exportoptionen oder Export-Dialog JPG, GIF oder PNGBei Bildrahmen ohne Objektformat class="image"
Bildausrichtung und -abstände display: block;
margin: 1em 0 2em auto;
Bei Objektexportoptionen
Klasse img.media-#
Verankerte Bilder
mit Konturenführung
<img class="leftFloat".../>
<img class="rightFloat".../>
Feste CSS-Regel:.leftFloat {
float : left;
}
Links/Rechts Aufteilung: Position von der Zeilenmitte.
Textabschnitte/Textrahmen <div class="ObjectStyle"></div> Objektformat des ersten Textrahmens, bei Textrahmen ohne Objektformat class="story"
Absätze <p class="ParagraphStyle"></p>Lokale Abweichungen mit
class="para-style-override-#"
Zuweisung von <p>, <h1>,…<h6>
und/oder Klasse möglich.
Ggf. Sprachattribut xml:lang="en-US"
Ausrichtung text-align: left;
Einzug erste Zeile text-indent: 1px;
Abstände margin: 4px 5px 6px 7x; Kein Abstand: margin: 0;
Weitere Formatierungen bei den Inline-Formaten
Nummerierte Liste <ol>
<li class="Absatzformat"></li>
</ol>
Statische Listen mit
<li value"#">
Ggf. Sprachattribut xml:lang="en-US"
Einzug Links
<ol class="List-#">
Aufzählungsliste <ul>  <li class="Absatzformat"></li>
</ul>
Ggf. Sprachattribut xml:lang="en-US"
Einzug Links
<ul class="List-#">
Abstand links <ol>/<ul> margin-left: 9px;
Abstand oben <li> margin-top: 0;
Abstand unten <li> margin-bottom: 10px;
Abstand rechts <li> margin-right: 10px;
Weitere Formatierungen wie bei Absatz oder Inline-Formaten
Inline-Formatierung <span class="CharacterStyle">
</span>
Lokale Abweichungen mit
class="char-style-override-#"
Zuweisung von <em>, <strong>, <span> und/oder Klasse möglich.
Ggf. Sprachattribut xml:lang="en-US"
Schriftart font-family: "Schriftname"; EPUB CSS: Schriftdeklaration über
@font-face {...}
Schriftgröße font-size: 0.83em;
Fett font-weight: bold;
Kursiv font-style: italic;
Kapitälchen font-variant: small-caps;
Farbe color:#000000;
Hoch/Tiefstellung vertical-align: super;
Unterstrichen text-decoration: underline;
Durchgestrichen text-decoration: line-through;
Kapitälchen font-variant: small-caps;
Versalien text-transform: uppercase;
Harter Zeilenumbruch <br/>
Hyperlinkziele/Textanker <a id="Name des Ankers"/>
Hyperlink <a href="#Name des Ankers"></a>
Tabellen <table id="table-#" class="Tabellenformat"> Feste CSS-Regel:table.Tabellenformat {
border-collapse: collapse;
border-color: #000000;
border-style: solid;
border-width: 1px;
margin-bottom: -4px;
margin-top: 4px;
}
Kopf-,
Körper-,
Fußbereich
<thead></thead>,
<tbody></tbody>,
<tfoot></tfoot>
Feste CSS-Regel:tbody, thead, tfoot, tr, td, th {
border-color: inherit;
border-style: inherit;
border-width: inherit;
}
Tabellenzeilen <tr></tr> Bei angewählter Option
Abwechselndes Muster Zeile
<tr class="Row-Column-#">
Flächenfarbe background-color: #D90000;
Tabellenspalten <col class="Row-Column-#" /> Erstellung nur bei angewählter Option abwechselndes Muster Spalte
Flächenfarbe background-color: #D90000;
Tabellenzellen <td>
Lokale Abweichungen mit
class="cell-style-override-#"
Feste CSS-Regel:td {
height: 5px;
width: 10px;
}
Flächenfarbe background-color: #D90000;
Zellenversatz padding-bottom : 9px;padding-left : 6px;padding-right : 9px;padding-top : 9px; Unklare/fehlerhafte Umsetzung
Video <div class="image">  <video id="FileName.mp4" width="#" height="#" tabindex="0">    <source type="video/mp4" src="File.mp4"> </source>  </video></div>
Audio <div class="image">
<audio id="FileName.mp3" height="#" width="#" controls="controls" tabindex="0">
<source type="audio/mpeg" src="FileName.mp3"> </source>
</audio>
</div>

Nov 2

Mit InDesign CS5.5 ist der EPUB- und XHTML-Export vollständig überarbeitet und deutlich verbessert worden. Viele Probleme beim Export gehören nun der Vergangenheit an und der Weg zu einem verkaufbaren EPUB ist deutlich kürzer geworden. Für das Buch InDesign automatisieren habe ich ein Zusatzkapitel mit den Neuerungen geschrieben. Neben der Vorstellung der Funktionen wird der  Einsatz anhand eines Praxisbeispiels vorgestellt.

Das PDF können Sie hier herunterladen: 13.6 EPUB mit InDesign CS5.5, die Beispieldaten finden Sie im Bereich Download.


Jul 19

Wer mich nach der langen Reise mal wieder live erleben möchte, kann zur Swiss Publishing Week kommen. Ich werde am Workflow Tag (16. September 2011) einige Sessions und Workshops machen.

Früh anmelden lohnt sich: Bis Ende Juli gibt es noch den Frühbucherrabatt!


Mrz 15

Die Homepage zu meinem  Buch InDesign automatisieren – Keine Angst vor Skripting, GREP & Co ist online. Hier findet man die Kurzreferenz, Skripte, Leseproben und alles was man sonst noch braucht…

http://www.indd-skript.de

Das Buch erscheint am 18. April. Ich bin jetzt erstmal in Südamerika!


Mrz 1

Heute war das markupFORUM in Stuttgart. Es gab viele interessanten Beiträge von XSLT bis EPUB. Es hat richtig Spaß gemacht Fachpublikum zu treffen und über die Zukunft von XML zu diskutieren.

Meine Vortragsunterlagen zum Thema »InDesign und XML – wie geht’s weiter« können Sie hier herunterladen.


Jan 7

Gerrit Imsieke von le-tex hat unter XML-first Workflows in InDesign: Ropes of Sand? eine lesenswerte Zusammenfassung über mögliche Herangehensweisen von strukturierten Daten und InDesign geschrieben.

Er favorisiert letztlich die in meinem tekom-Vortrag unter Datenextraktion vorgestellte Lösung:

Er legt sich allerdings auf eine IDML-Lösung fest, während ich momentan oftmals eine Skripting-Lösung bevorzuge. Ein Vorteil beim Skripting ist, dass man die Qualitätssicherung innerhalb von InDesign interaktiv mit den Anwendern durchführen kann. Ein Nachteil ist sicherlich die Geschwindigkeit – vor allem wen man versucht pseudo intelligent verschiedene Situationen fürs XML zu »erraten«.

Unabhängig von Skripting oder IDML: Dieser Ansatz hat immer den Nachteil, dass der Anwender zunächst in seiner klassischen Arbeitsweise beliebig sinnfreie InDesign-Dokumente erstellen kann. Diese sehen vielleicht im Druck noch gut aus, sind aber für strukturierte Daten ungeeignet. Eine Datenextraktion erfordert immer die Arbeit nach festgelegten Konventionen und Vorgehensweisen, so dass die automatisierte Auswertung gelingen kann.

Auch wenn ich kein Freund von XML-First-Workflows bin, hat man hier die Möglichkeit über die Einführung einer neuen Technologie neue Arbeitsweisen und Konventionen einzuführen. Beim »weiter so« ist dies nur schwer zu vermitteln. Zusätzlich bietet sich die Möglichkeit, die Produkte zu standardisieren und sich von rätselhaft begründeten Ausnahmen zu verabschieden.


Mai 31

Der CS5 Hype scheint mir schon vorüber zu sein, trotzdem noch der versprochene Post zur neuen Version.

Im Bereich Werksatz und XML gibt es auf den zweiten Blick  immer noch nicht viel neues. Beim genaueren Betrachten ärgert man sich allerdings, das viele Funktionen überhaupt nicht angefasst wurden. Fußnoten und  Kolumnentitel hätten sich über ein paar neue Features und lange bekannte BugFixes gefreut.

Neu und praktisch ist die automatische Erstellung von Bildunterschriften aus XMP-Metadaten. Im Zusammenspiel mit der ebenfalls neuen MiniBridge und einer gut gepflegten Bild-Datenbank ergeben sich hier gute Möglichkeiten zur Automation.

Leider fehlt eine automatische Nummerierung, die Möglichkeiten der Absatzformatvorlage helfen da auch nicht weiter, weil jede Bildunterschrift in einer neuen Story steht. Schön wäre die Möglichkeit gewesen für die Bildunterschrift neben Ebene und Absatzformatvorlage auch den Objektstil vorzugeben.

Außerdem wurde der XHTML-Export optimiert, der Seitenfluss orientiert sich jetzt an der Strukturpalette. Dies funktioniert auch beim EPub-Export, der ja auch auf dem XHTML-Export basiert, und kann da sehr nützlich sein.

Gut finde ich die Möglichkeiten von Hintergrundaufgaben z.B. beim PDF-Export der sich jetzt deutlich angenehmer anfühlt.

Richtig spannend finde ich das CS Review (File -> Create New Review… oder Live Menu). Mit einer Adobe ID kann man über Acrobat.com Dokumente oder einzelne Seiten anderen Benutzern zeigen. Diese können dort kommentiert, korrigiert und freigegeben werden.

Der Ablauf ist ziemlich einfach: Einloggen, über das Flyout Menu ein neues Review erstellen, dieses kann dann über acrobat.com betrachtet und mit anderen Benutzern geteilt werden:

Die Dokumente werden automatisch synchronisiert und alle Kommentare können dann im InDesign Layout angezeigt werden:

Gäbe es jetzt noch die Möglichkeit Textkorrekturen direkt zu übernehmen wäre das Feature perfekt. Insgesamt aber eine gelungene Online Integration der Software und im Gegensatz zu dem Spielzeug Kuler auch sehr produktiv nutzbar.

Mit dieser Möglichkeit können die Auftraggeber dann auch beweisen ob die Termine wirklich alle so eng sind.

Die interaktiven Features habe ich nicht weiter untersucht. Neben all den Problemen die sich aus dem Medienbruch ergeben stellt sich zusätzlich noch die Frage nach der Zukunft von Flash im Web.


Apr 12

Heute um 17 Uhr wird InDesign CS5 von Adobe freigegeben (wahrscheinlich wieder nur die englische Version). InDesignSecrets hat allerdings schon die Übersicht aller neuer Features. Wer es auf deutsch mag, hier ein Bericht von Cleverprinting.

Meine Einschätzung: Viel mehr neue Featutres als im CS4-Upgrade, insbesondere viele Kleinigkeiten die den Printworkflow optimieren. Im Printworkflow im wesentlichen deswegen auch leider kein richtig großer Wurf dabei – zur Ehrenrettung muss man natürlich sagen: Die Features sind für ein DTP-Programm (InDesign ist eben kein Werksatzsystem)  schon seit CS3 ziemlich gut.

Im Bereich InteractiveMedia gibt es viele tolle Neuerungen (Animation, Media und Timing Panels), ich frage mich jedoch, ob die für den typischen InDesign-User von Bedeutung sind. Auch hier gilt wieder: Print wird nicht zu Web weil man die Maßeinheit Pixel zulässt.

Im Bereich Satzautomation und XML sind auf den ersten Blick leider keine Verbesserungen zu erkennen, ich werde als bei der Integration InDesign und XML nicht arbeitslos ;-)

Es wird nach meinem Urlaub nochmal eine längere Einschätzung mit meinen persönlichen Erfahrungen geben.